Wappen Amt Unterspreewald

Exposé zum Amtswappen Unterspreewald

Das neue Amtswappen wurde aus den Ämtern Golßener Land und Unterspreewald gebildet.

Das Amtswappen vereint Motivwelten aus den beiden ehemaligen Ämtern. Die blauflügelige Prachtlibelle, begleitet von zwei Rohrkolben, entstammt dem Wappen des ehemaligen Amtes Unterspreewald. Die beiden Motive symbolisieren den Spreewald mit seiner spezifischen Landschaft und Natur.

Daran knüpft der blaue, gewellte Steg an, der für den Spreewald sowie für den Reichtum an Wasserläufen im Amtsgebiet insgesamt steht.

Der Wasserlauf gliedert das Amtswappen in zwei Teile. Unten füllt der typisch heraldisch stilisierte Eber das Feld. Das Motiv stammt aus dem ehemaligen Golßener Amtswappen und geht auf den Eber im Golßener Stadtwappen zurück. Er verwies auf den Reichtum an Schwarzwild in der Region.

© Frank Diemar • Heraldiker und Grafiker

Suche
Konatkt
Willkommen im Amt Unterspreewald


Aufruf

zum traditionellen Frühjahrsputz am 8. April 2017 in Golßen!

Treffpunkt: 9.30 Uhr auf dem Spielplatz im Schlosspark- mitzubringen sind Harke, Schippe, Spaten oder Gabel, Laubbesen… .

Auf eine rege Beteiligung freut sich Bürgermeister Hartmut Laubisch!

 

 

Unsere 10 Gemeinden sind seit dem 14.Jahrhundert Teil der Niederlausitz und als Niederlausitzer sind die Einwohner stolz auf ihre Dörfer und ihre Stadt Golßen.

Hier werden die weltberühmten Spreewälder Gurken hergestellt und auch deswegen zieht es jährlich tausende Besucher in den Spreewald, um diesen zu erleben und zu "erschmecken". "Erfahren" Sie unsere schmucken Orte mit dem Rad auf dem "Gurkenradweg" und lassen Sie sich auf dem Spreewaldkahn in den urwüchsigen Unterspreewald treiben!

Gemeinde Schönwald


 

Schönwalde, Waldow/Brand (Karte)

Fläche: 44,85 km²
Einwohner: 1150
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km²

Schönwalde wurde erstmals urkundlich als eine wendische Siedlung Sonwald ( Ansiedlung im schönen Wald ) 1345 benannt. 1414 wird es als Schoenenwald, 1431 als Schoenenwalde, 1473 als Schonwalde und erst ab 1905 als Schönwalde geschrieben.

Schönwalde gehörte einst zum Bezirk der Burg Reichwalde, von der Johann von Biberstein im Jahre 1414 einen großen Teil an die Stadt Luckau verkaufte. Dadurch wurde Schönwalde ein Luckauer Ratsdorf. Im Jahr 1418 verkaufte der Luckauer Rat dem Mitbürger Nikolaus Bychow für 51 Schock und 20 Groschen böhmischen Geldes Prager Münze einen Teil von Schönwalde. Die „verkauften“ Bauern müssen von nun an ihren Zins und Pacht (Korn, Hafer) an den neuen Herren liefern. Nur 90 Jahre später (1508) wurde das Dorf von einer Luckauer Familie Eberhardt aufgekauft. Damals wohnten im Dorf 18 Bauern und 10 Kossäten. Doch damit nicht genug: Am 15.Mai 1526 kauft der Rat Luckau Schönwalde für 380 rheinische Gulden wieder zurück! Nach dem 30jähjrigen Krieg war Schönwalde von 1669 bis 1674 an Lübben verpfändet. Die von den Schönwalder Bauern in den Wäldern gehalten Ziegen richteten in diesen Zeiten dermaßen viele Fraßschäden an, dass der Luckauer Rat die Ziegenhaltung einschränkte – fortan durfte jeder Bauer ab 12.Oktober 1860 nur noch zwei Ziegen halten.

1672 erwähnt die Dorfchronik eine Familie Lehmann, eine Familie Richter und weitere 14 Bauern. Die heute sanierte Kirche wurde im Jahr 1696 eingeweiht; 1723 zählte Schönwalde 37 Feuerstellen einschließlich der Holzknechtwohnungen.

Die Walden waren im Mittelalter Allmenden, d.h. der Wald gehörte den Städten und Dörfern: Die Bauern besaßen also keinen Wald, jedoch ein Holzungsrecht. Von diesem machten die Schönwalder über die Maßen Gebrauch, so dass Anordnungen zur Sicherung der Holzvorräte erlassen wurden. Diesen Anordnungen verdankt Schönwalde noch den übriggeblieben Rest an kleinen Waldflächen!

1763 wurden 14 eingeschriebene Bienenhalter gezählt. In den Jahren 1810, 1840 und 1864 errichteten zugezogene Müller ihre Windmühlen. Ab 1871 gingen die Schönwalder Kinder in die neue Schule an der Dorfkirche. 1871/1872 zählte Schönwalde bereits 768 Einwohner, musste jedoch 32 Pockentote beklagen. 1888 äscherte ein großer Brand 14 Gehöfte ein; nur 6 Jahre später brannten wieder 5 Höfe ab. Im Jahre 1911 wurde dann die Freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen und im Winter 1921/1922 erhellten die ersten elektrischen Glühbirnen die guten Stuben.

In den Jahren 1962/1963 bricht die Maul- und Klauenseuche aus, das Dorf und die betroffenen Höfe dürfen nicht betreten werden. Mittlerweile hat Schönwalde 1.064 Einwohner. Da die Kinderzahl stark zunahm, erfolgte in den Jahren 1969 bis 1971 der Anbau an die Dorfschule. Ab 1988 fließt dann auch in Schönwalde „Wasser aus Wand“ – das Trinkwasserwerk beliefert neben den Kuhställen auch die Dörfer Freiwalde und Schönwalde mit sauberem Trinkwasser. Keiner braucht mehr sein Wasser zu „pumpen“; die bisherigen Hauswasseranlagen werden ab jetzt nur noch für die Gartenbewässerung genutzt.

Da auch die 1971 eingeweihte Schule aus allen Nähten platzt, muss eine größere Schule her. 1989 wird der Plattenbau auf dem ehemaligen Land der Familie Kulick als Schule eröffnet. Auch die politische „Wende“ wirbelt in Schönwalde vieles durcheinander. Arbeitsplätze in der Landwirtschaft gehen verloren, viele Großbetriebe in der Region werden geschlossen – die Arbeitslosigkeit nimmt zu. Die Gemeinde erhalten ihre kommunale Selbständigkeit zurück und bilden Verwaltungsgemeinschaften. Da die alte Schule nun leer steht, richtet sich die Verwaltungs-gemeinschaft „Schönwalde“ ab 1991 in den alten Klassenräumen ein, in die dann auch die anderen ehemaligen Gemeindesekretärinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltungsgemeinschaft „Neu Lübbenau“ mit einziehen. . Ab dem 20.10.1992 gibt es nun die neue Amtsverwaltung für das neue Amt Unterspreewald. In den Jahren 1993 bis 1995 werden in Schönwalde die zentrale Abwasserkanalisation verlegt, Straßen neu befestigt, der Ortskern umgestaltet und das Amtsgebäude äußerlich saniert.

Im Sommer 1999 geht die erste Windkraftanlage in Betrieb. 2002 schließen sich die Gemeinden Waldow und Schönwalde zur neuen Gemeinde Schönwald zusammen.

Die Chronik spricht von Heidedörfern Freiwalde, Reichwalde und Schönwalde. Heute ist Schönwalde Amtssitz und Grundzentrum. In Schönwalde sind zahlreiche Gewerbetreibende und Handwerker ansässig ebenso eine Filiale der Sparkasse. Auch eine Grundschule, eine Mehrzweckhalle und eine neue Kindertagesstätte sind vorhanden.

Waldow wurde durch deutsche Siedler um 1200 gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung als Waldo stammt aus dem Jahre 1346. Prägend für den Ort sind der lange Dorfanger und die liebevoll gepflegten Ligusterhecken an den Wegen. Durch Waldow führt der gut ausgebaute Gurkenradweg, über den der Radwanderer durch eine abwechslungsreiche Landschaft radeln kann.

© Amt Unterspreewald 2013-2015 hoch DatenschutzImpressum