Wappen Amt Unterspreewald

Exposé zum Amtswappen Unterspreewald

Das neue Amtswappen wurde aus den Ämtern Golßener Land und Unterspreewald gebildet.

Das Amtswappen vereint Motivwelten aus den beiden ehemaligen Ämtern. Die blauflügelige Prachtlibelle, begleitet von zwei Rohrkolben, entstammt dem Wappen des ehemaligen Amtes Unterspreewald. Die beiden Motive symbolisieren den Spreewald mit seiner spezifischen Landschaft und Natur.

Daran knüpft der blaue, gewellte Steg an, der für den Spreewald sowie für den Reichtum an Wasserläufen im Amtsgebiet insgesamt steht.

Der Wasserlauf gliedert das Amtswappen in zwei Teile. Unten füllt der typisch heraldisch stilisierte Eber das Feld. Das Motiv stammt aus dem ehemaligen Golßener Amtswappen und geht auf den Eber im Golßener Stadtwappen zurück. Er verwies auf den Reichtum an Schwarzwild in der Region.

© Frank Diemar • Heraldiker und Grafiker

Suche
Konatkt
Willkommen im Amt Unterspreewald

Wahlergebnisse der Wahl zum Bundestag 2017 finden sie hier.


Unsere 10 Gemeinden sind seit dem 14.Jahrhundert Teil der Niederlausitz und als Niederlausitzer sind die Einwohner stolz auf ihre Dörfer und ihre Stadt Golßen.

Hier werden die weltberühmten Spreewälder Gurken hergestellt und auch deswegen zieht es jährlich tausende Besucher in den Spreewald, um diesen zu erleben und zu "erschmecken". "Erfahren" Sie unsere schmucken Orte mit dem Rad auf dem "Gurkenradweg" und lassen Sie sich auf dem Spreewaldkahn in den urwüchsigen Unterspreewald treiben!

Gemeinde Unterspreewald


 
Blick entlang der Leibscher Hauptstraße mit den 2 Storchennestern

 

Leibsch, Neuendorf am See, Neu Lübbenau (Karte)

Fläche: 25,8 km²
Einwohner: 843
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km²

Die Gemeinde Unterspreewald besteht aus den 3 Orten Leibsch, Neuendorf am see und Neu Lübbenau, die sich im Zuge der Gemeindeneugliederung zum 01.01.2002 zusammenschlossen.

Leibsch wurde 1004 erstmals urkundlich als Liubsi erwähnt. Hier fließen Hauptspree und Puhlstrom zur Spree zusammen. An der großen Wehr- und Schleusenanlage zweigt der Dahme - Umflutkanal als Verbindung zum Köthener See, zur Dahme und zahlreicher Berliner Gewässern von der Spree ab.

Das Dorf entstand ursprünglich aus einer sorbischen Siedlung in der Nähe des Zusammenflusses der Spreearme. Dies ist durch zahlreiche Bodenfunde belegt. Beim Namen des Ortes könnte es sich um die Kurzform eines sorbischen Personennamens, etwa "Luboslav" = Lühoch, handeln. Leibsch wurde vom 11. - 16. Jahrhundert auch als Liubsi, Lubisch, Lubusch oder Lertbiß bezeichnet. Kaiser Konrad III. hatte im Jahre 1000 auf Bitten Markgraf Geros der Abtei Nienburg den Burgward Niemitsch geschenkt. Danach - im Jahre 1004 - hatte Kaiser Heinrich II. dieser Schenkung noch zwei weitere Burgwarde hinzugefügt: den Bezirk Triebus (Trebbus) mit 3 Siedlungen und den Burgward Liubocholi (Leibchel) mit 5 Dörfern, darunter auch Liubsi (Leibsch). Sinn dieser Schenkungen war zweifellos, die Germanisierung und Christianisierung dieser Gebiete durch das reichdotierte Kloster zu fördern. 1570 gehörte Leibsch zum Rittersitz Münchehofe. Besitzer war Otto von Langen. Leibsch hatte zu dieser Zeit 10 Bauernhufen und 7 Kossäten. In Leibsch wurde in der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts überhaupt kein Deutsch gesprochen. Die deutsche Sprache fand erst seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts Eingang.

Der Ortsteil Leibsch-Damm war ursprünglich eine Meierei. Die Bezeichnung "Colonie Dahme" in den alten Dokumenten geht wahrscheinlich darauf zurück, dass das Flüßchen südlich des Ortes irrtümlicherweise Dahme genannt wurde. 1774 gab es hier 22 Bewohner, ein Forsthaus und eine Zollbrücke. 1869 faßte der Kreistag Beeskow-Storkow den Beschluß zum Bau einer Kreisstraße von Halbe bis Lieberose. 1878 begann man mit dem Bau, 1881 wurde die Straße dem Verkehr übergeben. Nun gab es endlich eine feste Straße nach Berlin. In Verbindung mit dem Straßenbau ist 1879 eine Holzbrücke über die Spree gebaut worden. Bis dahin konnte man nur durch Furten nach Neulübbenau gelangen. Die alte hölzerne Zollbrücke bei der Colonie Dahme wurde massiv erneuert. 1904 hatte das Ministerium für öffentliche Arbeiten den Bau eines Umflutkanals von der Spree zur Dahme beschlossen. Grundlage war das Gesetz zur Verhütung von Hochwasser vom 4.8.1904. In den Jahren davor waren durch zahlreiche Hochwasser große Schäden entstanden. 1907 bis 1911 wurde der Spree-Umflutkanal gebaut, die Kanalbrücke und die Wehranlagen mit Nadel- und Tafelwehr.  

Neuendorf am See ist ein altes Fischerdorf. Vermutlich war Neuendorf um 1200 ein Vorort des Klosters Mönchehofe ( jetzt Münchehofe ), um das Kloster mit Fisch aus dem See zu versorgen. Neu Lübbenau: Da zu Zeiten des Preußenkönigs Friedrich-Wilhelm I. im sächsische Lübbenau die Gurkenproduktion auf vollen Touren lief, jedoch kein Taler für Preußen abfiel, ordnete der König 1754 die Gründung einer "Colonie Neu Lübbenau" zwecks Anbau der Gurken im Preußischen an. Ursprünglich hieß der Ort "Libbenauerei im Schadowschen Busch". Durch Neu Lübbenau führt der Spreeradweg - eine empfehlenswerte Tour für alle Rad- und Naturfreunde. Neu Lübbenau verfügt über ein intaktes Versorgungszentrum für die Urlaubsregion.

© Amt Unterspreewald 2013-2015 hoch DatenschutzImpressum